Fragen kurz beantwortet

Auf dieser Seite haben wir für Sie die Fragen aufgeführt und beantwortet, die uns bisher am häufigsten gestellt wurden.

Sollten Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Die Telefonnummer und unsere Email-Adresse finden Sie hier


Was bietet die Mobile Pflege?

In unserem Team arbeiten engagierte und flexible Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die gut ausgebildeten Pflegekräfte, die Hauswirtschafterinnen und Betreuungskräfte versorgen die Patienten in ihrer Häuslichkeit.

Einige unserer examinierten Fachkräfte haben Zusatzqualifikationen im Bereich der Wundversorgung und der Palliativpflege. Durch den Einsatz eines festen Bezugspflegeteams gewährleisten wir einen geringen Personalwechsel bei der Pflege. Eine liebevolle, patientenorientierte Betreuung liegt uns am Herzen.

Zu welchen Zeiten kommen wir?

Unsere Einsatzzeiten werden individuell mit Ihnen besprochen. Hierbei wird den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden nach Möglichkeit entsprochen.

In der Regel finden unsere Hausbesuche zwischen 6:00 und 14:00 Uhr sowie 16:00 und 21:00 Uhr statt. Eine 24-stündige Erreichbarkeit ist für Notfälle selbstverständlich gewährleistet.


Wer trägt die Kosten?

Je nach Art der Versorgung kommen unterschiedliche Leistungsträger zum Einsatz. Nicht in jedem Fall muss eine Verordnung vom Arzt oder ein Pflegegrad vorliegen. Auch der private Wunsch nach Leistungen der häuslichen Krankenpflege kann Leistungsvoraussetzung sein (Selbstzahler).

Für ärztlich verordnete Leistungen (Blutzuckermessungen, Insulingabe, Medikamenten-verabreichung, Verbandswechsel, etc.) übernimmt die Krankenkasse des Patienten die Bezahlung. Ist der Patient nicht zuzahlungsbefreit, stellt ihm seine Krankenkasse pro Verordnung 10,- Euro in Rechnung. Außerdem berechnet ihm die Krankenkasse in den ersten 28 Tagen der häuslichen Krankenpflege zusätzlich 10% der mit dem Pflegedienst abgerechneten Leistungen.

Für Pflegeleistungen erstellen wir mit jedem Patienten einen individuellen Kostenvoranschlag. Hat der Patient einen Pflegegrad, übernimmt die Pflegekasse bis zu einer bestimmten Höhe die anfallenden Kosten für die Pflege. Die Höhe der Kostenübernahme richtet sich nach der vorhandenen Einstufung. Ist kein Pflegegrad vorhanden oder wird das monatliche Budget der Kassenleistung überschritten, bekommt der Patient eine Selbstzahlerrechnung.

Für Betreuungs- und Entlastungsleistungen stehen jedem Pflegebedürftigen mit vorhandenem Pflegegrad und bestätigter eingeschränkter Alltagskompetenz monatlich ein Betrag in Höhe von 125,- Euro zu. Die Verwendung der 125,- Euro ist auch für Sachleistungen des Pflegedienstes möglich - ausgenommen ist jedoch die Körperpflege.

Der Pflegegrad I bildet eine Ausnahme: Hier kann der Entlastungsbetrag auch für Leistungen der Körperpflege genutzt werden. Zudem können Versicherte diesen Betrag unter bestimmten Voraussetzungen auch für Leistungen der Tages- und Nachtpflege und Leistungen der Kurzzeitpflege verbrauchen.


Welche Pflegegrade gibt es?

Im Zuge der Pflegereform werden ab dem 01.01.2017 die gesetzlich definierten Pflegestufen 0, 1, 2 und 3 in die neuen Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 umgewandelt. Diese Überleitung ist in § 140 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) verankert. Damit werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wie Demenzkranke, längerfristig psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte je nach ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit eingestuft und enthalten entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Wer im Jahr 2016 bereits eine anerkannte körperliche Pflegebedürftigkeit (Stufe 1, 2 oder 3) oder eine anerkannte eingeschränkte Alltagskompetenz (sog. „Pflegestufe 0“) hatte, wird 2017 nicht erneut begutachtet. Die Umwandlung der Pflegestufen in Pflegegrade erfolgt automatisch auf Basis eines gesetzlich geregelten Systems, das neben der vorhandenen Pflegestufe auch von der eingeschränkten Alltagskompetenz abhängt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

PflegestufePflegegrad
(bisher nicht vorgesehen)1„geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“
Pflegestufe 0 (eingeschränkte Alltagskompetenz)
Pflegestufe 1
2„erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“
Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 2
3„schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“
Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 3
4schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“
Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz
Pflegestufe 3 mit Härtefall
5„schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung“

Die neuen Antragsteller auf Pflegeleistungen werden mit dem neuen Prüfverfahren NBA durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit hin überprüft. Entsprechend des Gutachtens entscheidet dann die zuständige Pflegekasse, ob sie ihrem Versicherten einen Pflegegrad zubilligt oder seinen Antrag ablehnt.

Nach der Einstufung in Pflegegrad 1 stehen den Pflegebedürftigen monatlich 125 Euro als Kostenerstattung für Betreuungs- und Entlastungsleistungen, zwei kostenlose Beratungsbesuche pro Jahr sowie monatlich 40 Euro für die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch zu. Ansonsten erhalten sie keine Pflegesachleistungen für häusliche Pflege durch einen Pflegedienst und müssen diese Kosten selbst tragen.

Pflege- und Betreuungsbedürftige mit den Pflegegraden 2 bis 5 haben Anspruch auf Pflegesachleistungen für die Pflege durch einen häuslichen Pflegedienst oder die ambulante Versorgung in einer Einrichtung für Tagespflege oder Nachtpflege.

Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet www.pflege.de oder bekommen sie bei den regionalen Pflegestützpunkten und Ihrer Pflegekasse.

Was muss ich als Bezieher von Pflegegeld beachten?

Je nach Pflegegrad schreibt die Pflegekasse in regelmäßigen Abständen Beratungsbesuche durch einen Pflegedienst in der Häuslichkeit des Patienten vor. (PG I bis III halbjährlich einmal, PG IV und V vierteljährlich einmal)

Nach vorheriger Absprache übernehmen wir diese Beratungsbesuche gern. Sie werden in dem Beratungsgespräch mit unserer Pflegefachkraft über Pflegetechniken, notwendige Hilfsmittel und Hilfen im Pflegealltag informiert und können hierbei auf unsere langjährige Pflegeerfahrung vertrauen.

Wie beantrage ich einen Pflegegrad?

Sie können bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Einstufung in einen Pflegegrad stellen. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie pflegen Ihre Angehörigen selbst dafür beantragen Sie Pflegegeld
  • Sie möchten von einem Pflegedienst unterstützt werden dafür beantragen Sie eine Kombination aus Pflege- und Sachleistungen und teilen sich so mit Ihrem Pflegedienst nach Absprache die Pflegeaufgaben. Dabei besteht die Möglichkeit, je nach Umfang der in Anspruch genommenen externen Pflegeleistungen einen prozentualen Teil des Pflegegeldes ausbezahlt zu bekommen. Bei jeder Pflegegradbegutachtung wird durch den MDK auch der Anspruch auf Betreuungsleistungen im Rahmen der eingeschränkten Alltagskompetenz festgelegt. (z.B. bei Demenz)

Ist keine private Pflegeperson vorhanden gibt es die Möglichkeit, ausschließlich Sachleistungen zu beantragen. Diese werden dann vom Pflegedienst erbracht und mit der Pflegekasse abgerechnet.


Darf ich als Angehöriger für meine pflegebedürftigen Eltern entscheiden und unterschreiben?

Ja, aber nur wenn eine entsprechende Vollmacht vorliegt. Ehegatten und Kinder sind aufgrund der Verwandtschaftsverhältnisse nicht automatisch vertretungsberechtigt. Das Gesetz sieht die Möglichkeit vor, dass der Vollmachtgeber für verschiedene Bereiche Vollmachten erteilt, wie z. B. das Vermögen, die Gesundheit, das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ratsam ist es daher, schon frühzeitig alles Wichtige zu regeln (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung).

Auf der anderen Seite sollte sich aber auch der Vollmachtnehmer Gedanken machen, ob er alle Bereiche, für die er die Vollmacht erteilt bekam, abdecken kann oder ob gewisse Bereiche nicht besser von einem unabhängigen Dritten geregelt werden können. Wenn keine Vollmacht vorliegt, wird auf Antrag des Vormundschaftsgerichts ein gesetzlicher Betreuer bestimmt.

Broschüre (PDF): Christliche Patientenverfügung


Wann spricht man von „eingeschränkter Alltagskompetenz“?

Aufgrund von demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen können Menschen in ihrer Alltagskompetenz auf Dauer erheblich eingeschränkt sein. Sie sind dann in erheblichem Maße auf Betreuung und – insbesondere zur Verhütung von Gefahren – oft auch auf allgemeine Beaufsichtigung angewiesen.

Um diesem Betreuungsbedarf Rechnung zu tragen, erhalten sie von der Pflegeversicherung besondere Unterstützung. Ab der Einstufung in Pflegegrad 1 stehen den Pflegebedürftigen monatlich 125 Euro als Kostenerstattung für Betreuungs- und Entlastungsleistungen, kostenlose Beratungsbesuche sowie Geldmittel für die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch zu.

Für die Beurteilung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer vorliegt sind die unten aufgeführten Kriterien relevant:

  • Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs (Weglauftendenz)
  • Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
  • Unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potentiell gefährdenden Substanzen
  • Tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  • Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression
  • Störung der höheren Hirnfunktion (Beeinträchtigung des Gedächtnisses)
  • Störung des Tag- und Nachtrhythmus
  • Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
  • Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen
  • Ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten
  • Zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression

Die Einschätzung der Schwere und des Umfangs der vorliegenden Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen nimmt der Medizinische Dienst der Krankenkassen vor.


Unser Versorgungsgebiet

Von den Standorten Hagenow und Ludwigslust aus versorgen wir Patienten im jeweiligen Stadtbereich und im Umkreis von ca. 30 km. Der Hagenower Bereich umfasst Bandenitz, Wittenburg, Körchow und Setzin. Von Ludwigslust aus fahren wir u.a. bis nach Neustadt-Glewe und Grabow.


Wichtige Links

Für unsere Patienten und deren Angehörige listen wir hier die wichtigsten Themen der häuslichen Pflege mit einer Verlinkung zu den entsprechenden Webseiten auf:

 

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